Welches Ehrenamt betreibst Du und bei welchem Verein?
Peter Kößl-Völk: Ich bin Bladeguard bei der Münchner Bladenight und Ordner bei der Münchner Radlnacht, beides Veranstaltungen des Vereins Green City.

Welches Ziel / Welche Ziele erfüllt der Verein, für den Du Dich einsetzt?
Peter Kößl-Völk:  Das Hauptziel des Vereins umfasst die Durchführung von Umweltprojekten und diversen Veranstaltungen.

Wie sieht Deine Aufgabe dort konkret aus?
Peter Kößl-Völk: Meine Aufgaben bestehen darin, den Skaterzug auf Inlinern zu begleiten und die Teilnehmer sicher durch die Stadt zu bringen, Kreuzungen und Unfallstellen zu sichern, Autofahrer zu informieren und zu beruhigen, für Straßensperrungen zu sorgen und auf abschüssigen Straßen oder Brücken Bremshilfe zu leisten. Vor dem Start geben ein Kollege und ich eine halbe Stunde ein kleines „Basic Training“ um etwaige Unsicherheiten zu korrigieren und Tipps zu geben. Bei der Radlnacht stehe ich fest an einer Kreuzung und stoppe den Radlzug um die Straßenbahn passieren zu lassen, die immer den Vorrang hat.

Wie bist Du zu diesem Ehrenamt gekommen?
Peter Kößl-Völk: Über einen Skilehrer-Kollegen der von Anfang an dabei und Ausbilder für die Bladeguards ist. Außerdem ist er der Inaber der Inlineschule München.

Wie lange machst Du das schon?
Peter Kößl-Völk: Seit fünf Jahren.

Was machst Du, wenn Du Dich nicht sozial engagierst?
Peter Kößl-Völk: Früher war ich IT-Berater. Jetzt habe ich meine eigene Inlineskate Schule Würmtal gegründet. Im Winter bin ich Skilehrer bei der Alpina Skischule, und wenn es meine Zeit erlaubt beim Malteser Hilfsdienst tätig.

Wie viel Zeit nimmt Dein Ehrenamt in Anspruch?
Peter Kößl-Völk: Jeden Montag 5 Stunden, dazu kommen dann noch die Bladeguard-Schulungen.

Welche Bedeutung hat dieses Ehrenamt für Dich persönlich?
Peter Kößl-Völk: 
Im Schnitt 7000 Skater sprechen für sich, dass die Veranstaltung ihre Berechtigung erlangt hat. Es ist die friedlichste Massenveranstaltung, die ich kenne. Es ist schön in völlig entspannte Gesichter zu sehen. Die Bladenight ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. Es macht einfach einen riesigen Spaß auf der Strecke Nord die Leopoldstraße Richtung Siegestor zu fahren. Wann kann man das sonst.

In welchen anderen Bereichen kann man sich in Deinem Verein noch engagieren und welche Fähigkeiten muss man dafür mitbringen?
Peter Kößl-Völk: Bei vielen anderen Veranstaltungen wie z.B. dem Streetlife Festival, den Kleidertauschparties, dem Bus mit Füßen, dem Wanderbaum Allee usw. Was man dafür mitbringen muss ist einfach nur Zeit und Lust.

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du Dir für die Zukunft Deines Vereins wünschen?
Peter Kößl-Völk: Mehr Akzeptanz und finanzielle Unterstützung durch die Stadt.

Vielen lieben Dank für das Interview 🙂

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Bild: © Peter Kößl-Völk

Weitere Informationen zum Verein Green City e.V. findet ihr hier.

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