Welches Ehrenamt betreibst Du und bei welchem Verein?
C. Ampah: Ich führe mein Ehrenamt bei der UNICEF Hochschulgruppe aus. Wir sind eine Studentenorganisierte Gruppe die sich den Belangen von UNICEF und Kindern angenommen hat.

Welches Ziel / Welche Ziele erfüllt der Verein, für den Du Dich einsetzt?
C. Ampah: Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit. Wir als Hochschulgruppe helfen ehrenamtlich mit, dass aus diesem Recht Wirklichkeit wird.

Wie sieht Deine Aufgabe dort konkret aus?
C. Ampah: Die Aufgaben die ich konkret ausübe, sind sehr unterschiedlich. Das Organisieren von Aktionen selbst ist das Wichtigste in unserer Hochschulgruppe. So habe ich z.B. mit zwei anderen ein Benefizkonzert organisiert. Ferner habe ich für Kuchenverkäufe, bei denen Spenden gesammelt wurden, sowohl Kuchen gebacken, als auch Schichten übernommen oder den Kontakt zur Univerwaltung hergestellt. Weitere Dinge, die wir machen, um auf uns – die HSG, auf Unicef und die Rechte der Kinder -aufmerksam zu machen, sind Film-&Infoabende zu verschiedenen Themen, die die Kinderrechte betreffen (Themen, mit denen wir uns befasst haben, waren Kindersoldaten, Genitalverstümmlung, Kinderarbeit, Kinderrechtskonvention und der nächste wird zum Thema Flüchtlinge sein, am 6.Mai). Eine einfache Möglichkeit zu helfen, ist auch die Mitarbeit bei geplanten Aktionen der Unicef AG München, dort helfen wir bei Afrikatagen, Markt der Sinne, Weltspieltag, Weltwassertag etc. bei der Kinderbetreuung mit (basteln, Kinderschminken, Kartenverkauf etc.). Als Koordinatorin kommen zum Organisieren der Aktionen noch der Kontakt zur AG, sowie nach Köln, das Begrüßen der Neuen, die Info-Stände an Unis, das Organisation der Treffen, die Bildung von Aktionsteams und das Checken der Emails, sowie die Informationsvermittlung zwischen all diesen Themen und den Mitgliedern hinzu.

Wie bist Du zu diesem Ehrenamt gekommen?
C. Ampah: Schon von klein auf habe ich mich engagiert, ob als Messdienerin, Sternsingerleiterin oder Schul-und Klassensprecherin. Ursprünglich wollte ich innerhalb meines Politikstudium ein Praktikum bei UNICEF absolvieren. Da dies bei den jeweiligen AG’s aber nicht möglich ist, wurde ich auf die Hochschulgruppe aufmerksam und seitdem bin ich dabei.

Wie lange machst Du das schon?
C. Ampah: Bei der UNICEF Hochschulgruppe bin ich seit Januar 2012.

Was machst Du, wenn Du Dich nicht sozial engagierst?
C. Ampah: Seit 2011 studiere ich in München, habe seit dem Sommer 2014 ein abgeschlossenes Politikstudium und stehe nun in der Mitte/quasi Ende meines Jurastudiums. Zudem spiele ich Basketball im Verein, mache so noch Sport im Hochschulsport und habe einen festen Werkstudentenjob in einer Kanzlei. Außerdem unterstütze ich seit kurzem ein sonntäglich stattfindendes Basketballprojekt mit Flüchtlingen, welches mir sehr viel Spaß macht. Irgendwie lerne, lese und treffe ich mich dann auch noch mit Freunden oder koche und reise gerne.

Wie viel Zeit nimmt Dein Ehrenamt in Anspruch?
C. Ampah: Ich kann das schwer in Stunden beziffern, aber das Checken der Mails, „Überblick-halten“, persönlich antworten oder Informationen weiterleiten fällt so gut wie täglich an. Ferner finden alle zwei Wochen Treffen statt. Wenn ich es schaffe, gehe ich noch einmal im Monat zum Teamleiter-Teffen der AG und wenn man Aktionen, wie z.B. gerade den Film-und Infoabend organisiert, ist es dann noch etwas mehr.

Welche Bedeutung hat dieses Ehrenamt für Dich persönlich?
C. Ampah: 
Ehrenamt heißt Verantwortung für die Schwächeren übernehmen, Solidarität zeigen und gehört für mich zu einem Leben in der Gesellschaft dazu. Ich finde, man muss immer an andere denken und nicht so Privilegierten, besonders Kindern helfen und das bestmögliche geben, andere Leben ein bisschen besser zu machen.

In welchen anderen Bereichen kann man sich in Deinem Verein noch engagieren und welche Fähigkeiten muss man dafür mitbringen?
C. Ampah: Wir freuen uns immer über tatkräftige, begeisterte und zuverlässige Mitglieder. Man braucht keine besonderen Fähigkeiten, der Wille etwas zu tun und nicht nur darüber zu reden, sondern zu machen reicht völlig aus.

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du Dir für die Zukunft Deines Vereins wünschen?
C. Ampah: Mehr Mitglieder, sodass – wenn man in einem Semester mal nicht so viel Zeit hat – trotzdem Aktionen stattfinden; die Anerkennung durch die Univerwaltung und ein Entgegenkommen bzgl. Infoständen oder Kuchenspendenaktionen wären optimal. Derzeit sind Kuchenverkäufe an der LMU nicht möglich, da man für einen „Essenstand“ eine Gebühr von über 200€ zahlen soll. Ferner wäre es toll, wenn unsere Gruppe bei Uni-Veranstaltungen, wie z.B. dem Unifest einen Essenstand machen dürfte und die Einnahmen dann einem UNICEF-Projekt zukommen lassen könnte.

Vielen lieben Dank für das Interview 🙂

Weitere Informationen zur UNICEF Hochschulgruppe findet ihr hier.

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